Den Winter 2025/2026 verbrachten wir nicht im schönen Andalusien, sondern auf dem uns bereits bekannten Campingplatz im schönen Ericeira an der portugiesischen Silver-Coast.
Trotz aller „Wetterwarnungen“ hatten wir wohl sogar besseres Wetter als in Andalusien, welches wohl die das schlechteste „Winterwetter“ seit sehr langer Zeit vorherrschte ☺️
ERICEIRA
Ericeira ist ein Städtchen an der portugiesischen Westküste ungefähr 30 Kilometer nördlich von Lissabon.
(Die Hauptstadt ist mit dem Bus für 5 Euro in ungefähr 30-45 Minuten erreichbar.)
Ericeira ist weltweit für seine tollen Surfspots bekannt und daher ganzjährig mit prima Infrastruktur versorgt.
Im Gegensatz zu vielen anderen Orten sind alle Lokalitäten und Geschäfte ganzjährig (!) geöffnet.
Neben den großen internationalen Supermarktketten gibt es viele kleinere Geschäfte, die täglich (!) geöffnet haben.
Wer mag, kann also auch spät am Abend „Schuhe kaufen“ ☺️
Die viele Restaurants bieten logischerweise viel frischen Fisch und Meeresfrüchte, aber auch viele andere landestypische Gerichte für alle Preisklassen an.
Vor allem die „Ouriços da Ericeira“ haben es mir besonders angetan. 
Die besten dieser typischen Leckerei gibt es in der Casa da Fernanda direkt über der Praia dos Pescadores.
Die Surfer aus aller Welt tummeln sich ganzjährig an den verschiedenen Surfspots. Dank manchmal ziemlich heftigen Wellen und der guten Infrastruktur haben hier Surfer aus aller Welt immer beste Voraussetzungen.
2011 wurde Ericeira zum ersten Surfreservat Europas erklärt, nach Malibu/Santa Cruz in Kalifornien und Manly Beach in Australien als drittes Gebiet weltweit.
Von Ericeira aus sind coole Tagesausflüge problemlos möglich.
So geht es schnell an den westlichsten Punkt des europäischen Festlandes „Cabo de Roca„, in eine der am besten erhaltenen, mittelalterlichen Städte Portugals Obidos, zum Surfen nach Peniche oder zum Bestaunen der Riesenwellen nach Nazare.
Aber auch Lissabon ist mit dem Auto oder noch besser, weil stressfreier und billiger mit dem Bus erreichbar.
In und um Ericeira gibt es einige günstige und teilweise kostenlose Stellplätze, aber ich gönnte mir den Luxus des „teuersten“ Campingplatzes, wo ich inklusive Strom 13 Euro pro Nacht zahlte.
Ericeira Camping – der Platz

Der Platz liegt fast direkt an der Steilküste und am nördlichen Stadtrand,
sodass ein Spaziergang zum Wellengucken selbst für mich keine wirkliche Herausforderung war.
Auch Einkaufsmöglichkeiten sind in einem Minimarkt der naheliegenden BP-Tankstelle vorhanden.
Es sind circa 190 Plätze für Wohnmobile, Wohnwagen und Zelte vorhanden.
Während der Herbst-/Winter-Saison waren davon aber höchstens mal 15 Plätze belegt.
Dadurch hatten wir eine herrliche Ruhe und Chico konnte den ganzen großen Platz in aller Freiheit geniessen.
Die Stellplätze liegen größtenteils unter Schatten spendenden Bäumen.
Diese ließen sich aber ab Februar kaum nutzen, da Portugal von schlimmen Unwettern heimgesucht wurde.
Durch den Starkregen waren die Schattenplätze fast alle „abgesoffen“.
Kostenlose (!) Waschmaschinen sind ebenso vorhanden, wie ziemlich gepflegte Sanitäreinrichtungen.
Einen Trockner gibt es allerdings nicht, aber wir haben diesen dank des Wetters auch nicht benötigt 😉
Für die Wohnmobil-Plätze befinden sich direkt vor der „Haustür“ die Frisch- und Abwassereinrichtungen,
sodass das Schätzchen permanent direkt angeschlossen war und ich nur ab und zu den Wasserhahn an der Säule aufdrehen musste.
Die meiste Zeit waren wir so gut wie alleine auf dem Platz und die einzigen „Dauercamper“.
Inklusive Strom bezahlte ich 13 Euro pro Nacht. A
llerdings ist die maximale Aufenthaltsdauer auf vier Wochen begrenzt.
Dann muss man für eine Woche „verschwinden“ und kann dann noch einmal für vier Wochen bleiben.
Dies soll wohl eine Maßnahme gegen die „echten Dauercamper“ darstellen, da diese nicht erwünscht sind.
Da ich über den Jahreswechsel vor Ort war, konnte ich jedoch insgesamt vier Monate buchen 😉
Die vielen Engel kümmern sich permanent um die Sauberkeit und Ordnung auf dem gepflegten Platz.
Es gibt viele Mülltonnen, die sich bei manchem Atlantiksturm gerne mal selbstständig.
Sogar sonntags wird gewerkelt und geputzt, und für Sauberkeit auf dem ganzen Platz gesorgt.
Bis die Spuren, welche die heftigen Unwetter hinterlassen haben, vollständig zu beseitigen,
wird es aber sicher noch eine ganze Weile dauern. 😰
In den ersten Monaten des Jahres 2026 erlebten wir die Gewalt
eines sogenannten „Sturmzuges“ (Comboio de tempestades).
Zwischen Ende Januar und Anfang Februar traf eine Serie von aufeinanderfolgenden Sturmtiefs
(Harry, Ingrid, Joseph, Kristin, Leonardo und Marta) die Iberische Halbinsel innerhalb kürzester Zeit.
Wir selbst wurden bei Windstärke 10-11 ganz ordentlich durchgeschüttelt
und das Schätzchen schwankte wie ein Schiff im Sturm.
Glücklicherweise wurden wir aber von größeren Schäden verschont und
befanden uns wohl „Im Auge des Sturms“.
Auf dem Platz gab es diverse Schäden im Wäldchen,
wo etliche Bäume umgestürzt waren und deshalb die Stromversorgung für eine Weile ausfiel.
Aktuell erfolgen werden auf dem Campingplatz neue Gebäude für die Rezeption und Events errichtet. 
Wahrscheinlich soll der reine Campingplatz von den ebenfalls vorhanden Bungalows abgegrenzt werden. 
An der Südseite des riesigen Areals finden aktuell massive Bauarbeiten statt.
Weitere Information dazu und überhaupt zum Platz wurden mir von der „Unternehmensleitung“
allerdings ziemlich vehement verweigert.
Öffentlichkeitsarbeit und Auskunftsfreudigkeit wird hier wohl noch sehr kleingeschrieben.
Deshalb bin ich da leider nur auf Hörensagen und Spekulationen angewiesen.
Im Großen und Ganzen kann ich diesen tollen Platz nur weiterempfehlen.
Sollte ich wieder mal nach Portugal kommen, wird das bestimmt mein Hotspot sein.
Fotogalerie
Ericeira im Frühling 2026
