Winter ade – zurück nach Deutschland

Der Plan

Die schöne Zeit in Portugal ist nun zu Ende und es heißt den Rückwärtsgang einzulegen.
Aber eigentlich ist es wieder mal ein Vorwärtsgang.
Es geht auf neuen Strecken durch Spanien, Andorra und Frankreich in den deutschen Frühling.
Da ich die Routen durch den Osten und durch den Westen der Pyrenäen bereits öfters gefahren bin,
wagen wir uns dieses Mal „quer durch“.
Andorra bietet ja bekanntermaßen wunderbare Gebirgslandschaften.
Aber auch der höchste, ganzjährig (!) befahrbare Pass Europas und der höchstgelegene Tunnel Europas führen von dort nach Frankreich.
Das wird bestimmt eine Herausforderung für alle verfügbaren 123 PS des Schätzchens,
aber bestimmt eine coole Tour.
Außerdem steht eine „Besichtigung“ der höchsten Brücke Europas,
dem Viadukt von Millau auf dem Plan.

Aktueller Stand


GESCHAFFT – wieder „Zu Hause“

Nach 12 Tagen und 2819 Kilometern haben wir es wieder auf unsere Homebase geschafft.



Die letzten Kilometer auf den deutschen Autobahnen A5 und A3 waren,
wie zu erwarten anstrengender zu fahren als alle anderen Kilometer vorher.
In Deutschland gibt es für mein Gefühl kein MITEINANDER mehr, sondern nur noch GEGENEINANDER.
Jeder will der schnellste sein und versucht das mittels Lichthupe und Blinker durchzukämpfen.
Nach fast vier Stunden war aber auch diese letzte Etappe geschafft und der Standplatz für die nächsten Wochen gesichert.


Frankreich – Deutschland

Nun ist es fast geschafft und wir sind wieder in Rodgau.
Dazu ging es heute hinein nach Deutschland.



Zunächst fuhren wir über einige Kilometer gut ausgebaute Landstraßen in Richtung Autobahn.





Die Autobahn A39 führte uns in Richtung Norden nach Dijon.



Ab Dijon ging es dann aber auch schon auf der mir gut bekannten A36
weiter durch das französische Jura-Bergland.
Dabei erfreute ich mich doch immer wieder gerne an die freundlichen Aufforderungen,
doch etwas Geld im schönen Frankreich zu lassen.



Diese Strecke bin ich schom öfters gefahren und sie zählt trotz des häufigen bergauf
und bergab nicht gerade zu meinen landschaftlichen Highlights.
Irgendwann hatten wir dann aber auch die französischen Autobahnen geschafft.
An der deutschen Grenze wurden wir freundlich von den Staatsangestellten empfangen.



Nach vielen tausend entspannten Autobahnkilometern, durften wir uns auch gleich wieder an den Wahnsinn auf den deutschen Pisten gewöhnen.



Den Tag beenden wir heute wieder im schönen Waldkirch bei Freiburg.
Den mittlerweile kostenpflichtigen Stellplatz der Stadt ziehe ich gerne dem bel(i)ebten Betonplatz in Freiburg vor und gehe gleich noch lecker essen in die Pfeffermühle.



Weiter in Richtung Nordost

Den heutigen Tag verbrachten wir größtenteils auf der Autobahn.



Von Clermont nach Lyon war diese Strecke auch recht abwechslungsreich.



Auf der A89 in durchquerten wir mit dem eines der ältesten Waldmassive in Europa.



Dabei ging es wieder auf und ab, so dass das Schätzchen wieder gut zu kämpfen hatte.
Bei den Bergab-Strecken war dann Abkühlung und Ausruhen für den Motor angesagt.



Auch viele, teilweise große Brücken und lange Tunnel lagen
auf der Strecke durch das französische Zentralmassiv.



Auch diese Strecke gefällt mir landschaftlich viel
besser als die „langweilige“ A7 von Marseille nach Lyon.
Nach Lyon wurde die Piste (A6) allerdings erwartungsgemäß ziemlich eintönig.
Vielleicht hätte ich hier eine Übernachtungsmöglichkeit suchen und
den guten Stoff aus Frankreich verkösten 😉



Bei Mâcon verließen wir die Autobahn und mussten erstmal flüssiges Gold nachtanken 😖



Von wegen, Sprit ist nur in Deutschland teuer!
(Danke Mister Trump 🤢)



Nach weiteren 60 Kilometern über Landstraße und gefühlten tausend Kreisverkehren 😖
erreichten wird dann wohlbehalten den Stellplatz „Les Trois Rivières“ in Louhans.
Dieser wird nun unsere vorletzter Boxenstopp, vor der Anlandung in Rodgau sein.
Hier ist es sehr ruhig und der Platz liegt direkt am Fluß.
Aktuell sind nur drei Plätze der über 50 verfügbaren Plätzen belegt, so dass wir wieder von einer ruhigen Nacht ausgehen können.


Durch die Cevennen

Nach dem tollen Ruhetag in Millau, ging es heute wieder weiter gen Norden.
Das Tagesziel war Clermont-Ferrand im Zentrum Frankreichs.



Dazu nutzten wir wieder die mautfreie A75 und durchquerten
dabei den Nationalpark Cevennen und regionalen Naturpark Volcans d’Auvergne.
Unterwegs hatten wir auch öfters mal Ausblick auf die schneebedeckten Gipfel des Puy Mary.



Generell finde ich die Fahrt auf der A75 viel schöner als die Route durch das Tal der Rhone.
Es herrscht viel weniger Verkehr und landschaftlich abwechlungsreicher.
Unter anderem kann ist schon von der Autobahn aus ein Blick auf den Garabit-Eiffel-Viadukt zu erhaschen. Da gibt es dann sogar einen extra Rastplatz, von dem aus das Teil bestaunt werden kann.
Wir haben das allerdings ausgelassen und uns weiter an der schönen Gegend erfreut.



Allerdings dürfte der Spritverbrauch dank der Berge
einiges an den ersparten Mautkosten wieder einholen.
Das Schätzchen musste sich jeden Liter des aktuell sehr teuren Diesels (2,10€/L) schwer erarbeiten.
Aber zwischendurch gab es auch mal Erholungspausen,
in denen wieder der eine oder andere edle Tropfen wieder eingespart werden konnte.



Die zweihundert Kilometer durch die schönen Landschaften vergingen auch dank der kleinen, abwechslungsreichen „Überhol-Kämpfchen“ mit den LKWs doch recht zügig.
Nach ungefähr drei Stunden war dann auch das Tagesziel bei Fermont erreicht
und wir können uns nun auf einem kleinen Campingplatz prima entspannen.



Ruhetag in Millau

Heute fand der geplante Pausentag in Millau statt. Hier, ziemlich an der Mitte der Strecke der mautfreien A75 und beim weltberühmten Viadukt hieß es wieder Auftanken in allen Beziehungen.
Die Stadt selbst hat im zentrum ihren mittelalterlichen Charme behalten können. Es macht Spaß durch die Gassen zu schlendern und die freie Zeit zu genießen.
Anstatt 45 Euro an Mautgebühren für die Fahrt über das Viadukt zu investieren, suchte ich nach einer möglichkeit, die berühmte französiche Küche zu genießen.
Im Bureau fand ich ein Restaurant, wo eine der Nationalspeisen der französichen Küche angeboten wurde.



​Es gab Magret de Canard: rosa gebratene Entenbrust und dazu einen leckeren Rotwein



Da war das Geld defintiv viel besser als auf der A75 angelegt. Es war ein lukinarischer Genuß ☺️
Anschließend empfing mich Chico wieder hocherfreut und wir mussten erstmal Siesta machen.
Am Nachmittag führte Chico mich noch zum Fluß Tarm.
Hier entdeckten wir noch eine tolle Millau-Brücke.



Ich denke, dass eine solche Konstruktion (ohne irgendein Geländer!) in Deutschland keine Chance bekommen würde. Die Franzosen sind jedenfalls ziemlich stolz auf dieses Bauwerk.



Ebenfalls an diesem schönen Fluss befindet sich die „Alte Mühle“. Diese steht auf einem „Pfahl“ mitten im Fluß und ist nur über eine eigene, kleine Brücke erreichbar.



Trotz Gegenlicht gelang mir auch eine Aufnahme, auf der die beeindruckenden Größenordnungen vom Viadukt deutlich werden.



Aber auch das Schätzchen bekam seine verdienten Streicheleinheiten und
ich gönnte ihm einige Zeit, sodass wir ab morgen die letzten vier Etappen nach Rodgau in Angriff nehmen können.


Vom Mittelmeer nach Millau

Eigentlich sollte es gestern einen Abstecher ans Mittelmeer geben, damit wir noch einen schönen Strandtag einlegen konnten. Aber da hatte das Wetter wohl etwas dagegen.



Es war zwar wunderbarer Sonnenschein, aber der Wind blies dann doch etwas zu heftig. Da haben wir uns lieber im schaukelnden Schätzchen verkrochen und den Sturm ausgesessen.



Ganz auf einen Besuch am Meer wollten wir dann doch nicht verzichten. Vor allem Chico hatte schon Strand-Entzugs-Erscheinungen.
Also sind wir kurzerhand von der empfohlen Route über die Autobahn abgewichen und haben das Meer bei Leucate besucht.



Chico war wieder mal voll in seinem Element und es ist schade,
dass wir nun lange Zeit keinen Strand mehr erleben können.



Allerdings waren noch Rstbestände des gestrigen Sturmes unterwegs,
sodass wir ziemlich sandgestrahlt wurden.
Auch die Wassertemperatur war doch noch nicht wirklich an meine Bedürfnisse angepasst worden.
So verabschiedeten wir uns vom Meer und machten uns auf den Weg nach Millau.



Ab Beziers wichen wir von der üblichen Heimflugroute via Montpellier und Lyon ab und nutzten von da an die mautfreieA75
Diese führt oftmals durch sehr schöne Landschaften.

Das Schätzchen hatte allerdings streckenweise ganz schön zu kämpfen.
So kletterten wir den Pas de l’Escalette lediglich im zweiten Gang und mit 35 km/h hinauf.



Nach ungefähr drei Stunden und 250 Kilometer Autobahn,
war dann auch der Fotostopp für das Viadukt von Millau erreicht.



Von hier aus kann man einen guten Eindruck von der gewaltigen Größe dieses Bauwerkes gewinnen.



Eine Befahrung der Brücke habe ich uns aufgrund der für unser Schätzchen heftigen Mautgebühren lieber erspart.



Nun haben wir den Stellplatz in Millau erreicht und werden uns morgen einen (gelanten!) Ruhetag gönnen.


Andorra / Pyrenäen

Heute stand nun meine persönliche Königsetappe an: Die Querung der Pyrenäen via Andorra über den Envalira-Pass.



Der Envalira-Pass hat keine Wintersperre und ist somit die höchstgelegene ganzjährig (!) befahrbare Passstraße Europas.
Also eine perfekte Herausforderung für das Schätzchen mit seinen 123 Pferdestärken.



Es handelt es sich um den höchsten Straßengebirgspass der Pyrenäen.
Er befindet sich auf einer Höhe von 2408 m in Andorra.
Die Passhöhe kann durch den 2860 m langen, mautpflichtigen Túnel d’Envalira auf der Höhe von Pas de la Casa (auf ca. 2060 m) unterfahren werden. Der Tunnel gehört zu den höchsten Straßentunneln Europas.



Mit dem spanischen Städchen Balaquer hatte ich aus meiner Sicht einen prima Startpunkt für diese Etappe ausgewählt.
Der Stell- bzw. Parkplatz befindet sich allerdings neben einer Multifunktions-Event-Halle. Dorrt wurde scheinbar die ganze Nacht die Soundanlage für einen heutigen Kongress geprobt. Mit guten Ohrenstöpseln verschaffte ich mir trotzdem eine gute Nachtruhe.
Von hier aus ist es nicht mehr weit bis zu den Bergen der Pyrenäen.
Eine ganze Weile führt die Straße durch schöne und abwechslungsreiche Landschaften.





Nach Oliana bekam ich schon den ersten Vorgeschmack auf die tolle Bergwelt und
die Straße begann doch etwas steiler zu werden.



Kurz vor der Grenze Spanien-Andorra scheint die spanische Staatsmacht stichprobenartig Fahrzeuge aus nördlicher Richtung zu kontrollieren.
Da scheintwohl der Gedanke an billige Zigaretten und Alkohol aus dem Zoll- und Steuerparadies im Vordergrund zu stehen.



Auch zwischen den Grenzposten Andorra – Spanien staute sich der Verkehr ganz ordentlich.



In Richtung Andorra hatten wir allerdings deshalb überhaupt kein Thema.





Nun konnte ich davon ausgehen, dass auch auf dem Weg von Andorra nach Frankreich ziemlich kontrolliert wird. Weil ich außerdem keinen Bedarf an diesen Waren habe, ersparte ich mir das Thema Einkaufsparadies.
Einen Parkplatz für das Schätzchen hätte ich wahrscheinlich auch nicht so einfach gefunden.



Mein Interesse galt ja eher der Tour selbst.



Andorra selbst ist im „unteren Teil“ eigentlich nicht wirklich schön. Alles ist verbaut und scheint nur dem Zweck des Konsums zu dienen.
„Weiter oben“gewinnt der Wintersport und der Tourismus überhand und es gab jetzt im März auch noch jedemenge Schnee.



Kurz hinter Soldeu musste ich mich dann entscheiden,
den Pass zu fahren oder den bequemen, aber teuren Tunnel zu nutzen.



Da mich schon immer das „Abenteuer“ reizt, war die Entscheidung eigentlich schon längst gefallen.
Wenn früher VW-Käfer mit Wohnwagen steile Pässe fahren konnten, dann traue ich das meinem Schätzchen erst recht zu ☺️
Also linke Spur und rauf auf den Berg.
Das Schätzchen hatte allerdings auch ganz schön zu schnaufen.
Mit zweitem Gang und maximal 35 Km/h kletterte mein treues Gefährt problemlos die Serpentinen hinauf.



Die Motor-Temperatur war natürlich entsprechend hoch und der Verbrauch stieg von 12 auf 19 Liter.
Trotzdem erreichten wir nach einer Weile die Passhöhe von 2408 Metern!
GESCHAFFT!!!





Kurz darauf konnten wir gleich wieder den verbrannten Diesel günstig nachfüllen.



An einer riesigen Tankstelle, mit gefühlten zwei Dutzend Zapfsäulen und extra Einweisern sparten wir fast 50 Cent je Liter.
Ich hatte gestern noch die Idee, oben am Pass an einem Einkaufscenter zu übernachten.
Aber da es keine Klarheit über ein Verbot der Übernachtung im Wohnmobil gab,
das Wetter mir auch nicht meiner Natur entsprach und ich sowieso nichts einkaufen wollte,
verwarf ich diesen Gedanken recht schnell.



Der Abstieg vom Pass war nicht minder abenteuerlich, wie der Aufstieg.



Dank des tollen Wetters hatten wir oftmals sehr schlechte Sicht und
die Schneemassen trugen auch nicht zu meiner Beruhigung bei.



Wir machten uns also nicht aus dem Staub, sondern aus dem Schnee ❄️
Auch Chico konnte diesem kaltem und weißem Zeug nicht viel Freude entgegenbringen.
Zumal er ja nun auch schon voll im Sommeroutfit unterwegs ist.





Nach kurzer Zeit erreichten wir dann auch den nördlichen Zugang zum Túnel d’Envalira.
Nun nahm ich eigentlich an, dass das „Abenteuer Pyrenäen“ abgehakt wäre.
Aber weit gefehlt.
Jetzt ging es noch sehr, sehr weit abwärts.



Die Serpentinen schienen kein Ende zu nehmen



Es wurde zu einer unvergessliche Reise durch die Berge und ich denke,
dass es eine der besten und schönsten Touren für mich überhaupt wurde ☺️



Anstrengend war’s schon, mit 5 Tonnen altem Blech durch endlose Kurven zu tuckern –
aber was für ein Erlebnis!



Wie aufmerksam man permanenent sein muss, zeigt diese Szene:


(KLICKE AUF DAS FOTO)

Danach musste ich erstmal durchschnaufen 😉



Kaum eine Kurve genommen,
schon wieder was Tolles entdeckt – einfach herrlich!



Da die Etappe unerwartet schnell geschafft war und sich das Wetter in den Pyrenäen
zunehmend verschlechterte, beschloss ich, noch bis zu unserem nächsten Ziel
bei Perpignan an die französische Mittelmeerküste weiterzufahren.



So erreichten wir nach etwa 5 Stunden und ungefähr 300 Kilometern den Stellplatz „Aire Anas de Rivesaltes“ bei Perignon.
Der perfekte Ort, um die schöne Tour nochmal Revue passieren zu lassen – und sich schon auf morgen zu freuen.



Bilder von dieser Etappe findet ihr wie immer hier:



Saragossa – Balaquer (vor den Pyrenäen)

Heute ging es nun fast raus aus dem schönen Spanien. Da morgen die Pyrenäen-Andorra-Etappe ansteht, wollte ich so weit wie möglich an die Berge herankommen. Das Ziel hieß Balaquer. Die Stadt an sich interessierte mich dabei allerdings weniger, da ich das Schätzchen fit für den morgigen Tag machen und letzte iberische Einkäufe erledigen wollte.
Gleich nach dem Start auf die AP2 passierten wir eine grässliche Unfallstelle.



Bei km 21, zwischen Villafranca de Ebro und Nuez de Ebro, Fahrtrichtung Saragossa prallte ein Wohnmobil mit insgesamt vier Insassen gegen die rechte Leitplanke und kippte anschließend um.​
Eine Person wurde leicht verletzt; die übrigen Insassen blieben nach bisherigen Angaben unverletzt.
Dieser Anblick reichte aber, um mal wieder „etwas wacher“ unterwegs zu sein.



Wie ihr beim genauen Hinschauen erkennt, bin ich irgendwann mal von der „Idealroute“ abgewichen und hab circa 40 Kilometer anstatt auf der Autobahn, die tolle Landstraße genutzt.



Der Grund war wieder mal ein Streit meiner beiden Navigationssysteme (SYGIC vs. GOOGLE MAPS). 🤢
SYGIC meinte irgendwann, dass es doch sinnvoll wäre die Abfahrt von der Autobahn zu nehmen
um ein wenig der spanischen Steppe kennenzulernen.




Naja, nachdem ich davon genug gesehen hatte, griff ich doch mal zur Old-Scool-Metode
und orientierte mich lieber auf der Landkarte.
Und siehe da, ich hätte prima auf der Autobahn AP2 in Richtung Barcelona weiterfahren können.
Also bei nächster Gelegenheit, die Pampa verlassen und wieder auf die schnellere Piste.



Auch auf dieser meistens doch wieder langweiligen Piste gab es hin und wieder mal einen Hingucker.
So kreuzten gegen Mittag wir den Null-Meridian auf der AP2.



An einer Autobahnabfahrt Richtung Lleida bestaunte ich eine Fabrik mit einer großen Menge bunter Verpackungskisten.
Das war ein lustiger Anblick



Dann waren es nur noch wenige Kilometer Landstraße, wobei wir viele blühende Pfirsichplantagen durchquerten.



Die Stadt selbst hat mir persönlich nur die Einkaufs- und Übernachtungsmöglichkeit geboten.
Aktuell zählt eben „Strecke machen“ vor Tourismus.



In Balaquer nutzen wir einen kostenlosen Park-/Stellplatz der Stadt.
Auch Strom wird hier kostenlos zur Verfügung gestellt.
(Jedenfalls so lange, bis sich nicht zu viele Camper anschließen 🙃)
Vom Platz aus hat man einen tollen Blick auf die Burganlage Formós



Nachdem ich das Schätzchen für den morgigen Tag fit gemacht habe und diese Zeilen verfasst habe,
wird es dann auch Zeit für den Feierabend.


Madrid – Saragossa

Um den Horror einer Durchquerung der Metropole zu vermeiden, nutze ich die Möglichkeit des südöstlichen „Außenrings“ rund um Madrid (M506). Dieser ließ sich ziemlich stressfrei fahren, sodass wir schon nach etwas mehr einer halben Stunde auf der Nord-Ost-Autobahn A2 in Richtung Saragossa durchstarten konnten.



Die A2 führt lange Strecken durch „langweilige“ Gegenden, aber teils auch durch schöne Landschaften. So
wurde es keine ganz so einschläfernde Tour und wir erreichten nach knapp vier Stunden ganz entspannt unser Ziel.



An dem Stellplatz am Stadion bzw. bei der Universität hatte ich ja 2023 den Verlust eines Blinkerglases zu verschmerzen.
(es sollte nicht der letzte Verlust dieser Teile sein!)
Der Stellplatz hat sich in den letzten drei Jahren massiv vergrößert. Aus dem ursprünglichen, offiziellem Platz haben sich dank der neu angelegten Parkplätze viel mehr Möglichkeiten zum Freistehen ergeben.
Offiziell ist wohl Parkverbot, aber ich denke, dies wird (hoffentlich) nur zu offiziellen Veranstaltungen durchgesetzt.


Oledo (Portugal) – Madrid

Nach einer ruhigen Nacht im Dörfchen Oledo überquerten wir fast unbemerkt die Grenze nach Spanien.



Auf Straßen wie in der ehemaligen DDR fuhren wir durch schönen Landschaften, Dörfer und Städtchen und erreichten nach circa einer Stunde die Autobahn durch die spanische Extremadura.

Die Fahrt durch die Extremadura lässt den Reichtum der dortigen Natur am einfachsten auf der Windschutzscheibe darstellen 😉



Nach ungefähr 350 Kilometern erreichten wir dann den Stellplatz in Madrid. Dieser lädt zwar nicht unbedingt zum Urlaub machen ein, aber für eine Transit-Übernachtung oder für eine Stadtbesichtigung ist er allemal ausreichend. Wir bezahlten 20 Euro und fühlten uns sicher aufgehoben.


Ericeira -Oledo

Eigentlich sollte das heutige Tagesziel ein privater Wohnmobilplatz in Lardosa in der Nähe von Castelo Branco im Osten Portugals sein.



Kurz nach der Abfahrt von der Autobahn begann allerdings ein Streit meiner beiden Navigationssysteme (SYGIC vs. GOOGLE MAPS).
Während das eine Navi mich Linksrum und das andre Rechtsrum führen wollte, entfernten wir uns mehr und mehr vom eigentlichen Zielort.
Die Straßen wurden immer schlechter und die Gassen in den Orten immer schmaler.



Schlussendlich hab ich das Spiel als unentschieden beendet und
auf einem Dorfplatz in Oledo den Motor abgestellt und den Feierabend eingeläutet.

Bilder von diesem Fleckchen Erde gibt es hier:


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